Das "Maxwellsche Rad", heißt auch "Fallrad", ist mir mal in einem entsprechenden Diskussionsforum begegnet.
Was ist das eigentlich? Ein Rad mit durchgehender feststehender Achse, hüben und drüben je eine Schnur. (Oder zwei Räder dicht nebeneinander auf und fest verbunden mit einer kurzen gemeinsamen Achse und einer Schnur dazwischen. Ein Spielzeug nach diesem Prinzip heißt "Jojo".) An - jeweils - einem Punkt am Achsumfang ist das eine Ende der Schnur befestigt, die dann um die Achse aufgewickelt wird. Wobei allerdings im Extremfall die Achse so dick wie das Rad selbst sein kann. Und dann ist es eben ein Rad, mit der am Radumfang aufgewickelten Schnur.

Wenn die Schnur am anderen Ende hochgehalten und das Rad losgelassen wird, dann rollt es mit seiner Achse die Schnur herab - es fällt sozusagen rollend abwärts, aber gebremst durch eine Kraft in der Schnur.

In jenem Forum ging es darum, was abgeht - vor allem, welche Kraft in der Schnur -, während das Rad mit seiner Achse an der Schnur runterrollt. Und das ist wohl interessant, aber nicht so schwierig. Jedoch mich interessierte auch und vor allem, was ist danach, also wenn die Schnur zwar schon ganz abgerollt ist, aber die Radachse sich noch um den Achsradius weiter nach unten bewegen kann (siehe Bild, y). Da tut sich nämlich etwas Besonderes: das Rad wird langsamer in seiner Bewegung abwärts, rotiert aber schneller! Wie also ist die Kraft in der Schnur (den Schnüren) bis ganz unten hin? Im Internet habe ich zwar einiges zum Maxwellschen Rad gefunden, aber nichts zu eben dieser Frage. Ist das zu schwierig? Das hat mich gereizt, und hier ist das Ergebnis:

Das Maxwellsche Rad Welche Kraft in der Schnur (auch Geschwindigkeit und Beschleunigung) abhängig von der "Fall"-Strecke?

Nachtrag: Ein Kollege hatte mich auf diesen Artikel hier aufmerksam gemacht: www.padova.infm.it/torzo/yoyoTPT.pdf .
Darin wird es von Studenten zweier italienischer Universitäten so dargestellt (auf englisch, Seite 7), dass eine gewisse Elastizität der Schnur sein muss, weil ansonsten das Rad ganz unten gegen eine unsichtbare Wand prallt. "This downward motion is stopped and reversed by the wire stretching." Was ja wohl heißen soll, dass ohne Elastizität der Schnur die Kraft für einen Moment gegen Unendlich ginge - theoretisch! Meine Schluss-Gleichung zeigt aber (mit y=r), dass es keineswegs so ist! Die Schnur muss also gar nicht elastisch sein, auch nicht damit - wie es im Artikel heißt - translational kinetic energy is firstly converted into elastic energy and then given back again to the system associated with an upward motion.
Tatsächlich ist die maximale Kraft, die sich - ganz unten - ergibt, "nur" das (1 + n)-fache vom Gewicht des Rades. Und zwar ist dann n = 2hr/R², wobei h die gesamte "Fall"-Strecke bis unten hin, r der Achsradius und R der effektive Radius (R²=J/m) des Massenträgheitsmomentes J ist, und m = Masse.

Die im Artikel angegebenen Leute habe ich per Email deshalb zweimal angeschrieben, dann nochmal die Uni - keine Reaktion. Naja, offenbar ist der Artikel, so wie er ist, schon weit über 10 Jahre alt - niemand mehr fühlt sich verantwortlich! (Nachtrag: inzwischen ist der Artikel weg.)