Lotto, wenn schon tippen, dann wie?    

Da hat mal einer - wie er im Vorwort seines entsprechenden Buches schreibt - 6,8 Millionen Tippreihen ausgewertet, die an einem bestimmten Samstag tatsächlich abgegeben wurden. (Man kann doch wohl davon ausgehen, dass es an anderen Tagen nicht viel anders ist.)
In diesem Buch ist eine (lange) Liste der am häufigsten getippten Reihen zu finden. Die 10 Spitzenreiter in dieser Rangfolge:

7, 13, 19, 25, 31, 37    4004-mal
7, 14, 21, 28, 35, 42
5, 27, 34, 35, 37, 49
1, 2, 3, 4, 5, 6
4, 11, 18, 25, 32, 39
13, 19, 25, 31, 37, 43
6, 12, 18, 24, 30, 36
9, 17, 25, 33, 41, 49    2083-mal
1, 9, 17, 25, 33, 41
8, 16, 24, 32, 40, 48

Das heißt also, wenn tatsächlich mal z.B. die 6 Zahlen der oberen Reihe drangekommen wären, dann hätten sich die 4004 Lotto-Tipper ganz schön gewundert, wie wenig sie bekommen, denn sie müssten sich den Gewinn mit den 4003 anderen teilen. Sie würden also z.B. statt einer Million EURO nur knapp 250 EURO bekommen!

Sogar 1, 2, 3, 4, 5, 6 wird also getippt. Und die Tipper haben - in gewisser Weise - sogar recht, denn dieser Tipp hat genau die gleichen Chancen dranzukommen, wie jeder andere Tipp. Aber wenn dieser Tipp drankäme, dann wäre der Gewinn eben sehr, sehr klein!

Deshalb gilt: Beim Tippen muss man sich bemühen, die 6 Zahlen so zufällig wie es irgendwie geht, zu erzeugen, damit die Wahrscheinlichkeit klein ist, dass ein anderer die gleichen Zahlen getippt hat. Wie kann man das machen? Hier mein Vorschlag:

Man nimmt einen Würfel, würfelt dreimal und notiert oder merkt sich das Ergebnis: W1, W2 und W3 in der richtigen Reihenfolge.

Und dann rechnet man: Zahl von W1 mal 6, minus Zahl von W2. Darauf plus 36, falls W3 ungradzahlig, also 1 oder 3 oder 5 war.
Also mit z.B. W1=2, W2=4, W3=3 ergibt sich: 2*6 - 4 + 36 = 44.
Wenn sich daraus keine 1 bis 49 ergeben sollte oder die Zahl schon vorher dran gekommen war, muss der ganze Vorgang wiederholt werden.

In 32 Prozent aller Fälle ergibt sich dabei eine Zahl außerhalb von 1 bis 49, deshalb geht es auch anders, besser so:
Man rechnet die Zahl von W1 mal 3, minus Zahl von W2. Darauf plus 18, wenn W3 gleich 1/2, oder plus 2*18, wenn W3 gleich 3/4 war.
Also mit z.B. W1=2, W2=4, W3=4 ergibt sich: 2*3 - 4 + 2*18 = 38. Hierbei ist in nur 9 Prozent aller Fälle die Zahl nicht zwischen 1 und 49:

Die so gewonnene Zahl ist dann - ich garantiere - 100-prozentig zufällig! (Und dann eben die anderen 5 Lotto-Zahlen so generieren.)
Wenn dann allerdings - rein zufällig und sehr unwahrscheinlich! - die so generierte Zahlenreihe eine auffällige Ähnlichkeit mit einer der obigen Reihen hat, sollte man es besser nochmal machen. Es gibt übrigens im Internet auch Lottozahlengeneratoren, z.B. bei www.lottozahlenonline.de/lottozahlen-generator.php

Man kann sogar mit einer gewissen Manipulation seine Gewinnchancen erhöhen - nicht die Chance, dass man überhaupt gewinnt (da hilft gar nichts!), sondern dass im Gewinnfall der gewonnene Geldbetrag möglichst hoch ist. Und dies, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass es eine Rangfolge für ungern getippten Lottozahlen gibt (im Internet gefunden, Rangfolge von ungern zu gern): 35 45 14 22 15 46 44 36 28 43 29 42 20 21 48 1 47 30 34 41 40 37 8 16 2 39 18 13 49 23 27 38 26 6 4 25 32 33 31 24 12 3 19 17 10 9 5 7 11. (Die letzten werden um 60 Prozent häufiger getippt als die ersten!) Wer also mehr die anfänglichen Glückszahlen tippt, könnte demnach, wenn die gezogen werden, in der Regel höhere Gewinne erzielen. (Dies gilt natürlich nur dann, wenn nicht allzu viele auf diese Idee kommen.)
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