Eines Tages fragte ich das die Kollegen am Mittagstisch: Da schaute mein ehemaliger Chef - ein schlauer Mensch - gegen Himmel, wie es so seine Art ist, als würde er immer von dort seine Eingebungen bekommen, und sagte: "Ist das vielleicht so, weil beim Drehen der Kurbel die Pedalachse im Gewinde herumnuddelt?"

In dem Moment wusste ich: Jawohl, das ist der Grund. Und dann sagte ich, dass wahrscheinlich die meisten Fachleute den Grund nicht wüssten, und dass ich persönlich einen Fahrradhändler in Gundelfingen kenne, den ich heute abend aufsuchen und befragen werde.

Das tat ich dann auch und bekam eine so unglaublich dumme Begründung von ihm, dass ich erstmal sprachlos war und dachte: "das darf doch nicht wahr sein". Nachdem ich mühsam meine Fassung wiedererlangt hatte, sagte ich ihm, was ich als den wahren Grund ansehe. Aber anstatt sich zu besinnen, lachte er und meinte, dass - selbstverständlich - seine Erklärung die richtige sei. Ihm war wirklich nicht zu helfen. (Seine grandiose Erklärung ist hier zu sehen.)

So, nun nehm doch mal einen Bleistift in die Hand - fünf bis sechs Zentimeter vom Ende, nicht allzu fest, die Spitze nach oben. Nun greife die Bleistiftspitze (nur die Spitze!) mit den Fingerspitzen der anderen Hand und kurbele rechts herum. Wie dreht der Bleistift in der Hand? - siehste, links. Also: die Pedalachse macht mit ihrem Gewinde in der Gewindebuchse der Tretkurbel eine Abrollbewegung. Und die Kräfte, die dabei auftreten, sind viel stärker als die von der eigentlichen Pedaldrehung, welche umgekehrt drehen wollen.