Immer wieder hört oder liest man, man sei im Wasser schwerelos.  

Stimmt denn das überhaupt?

Nein, ganz und gar nicht! Denn wenn man im Wasser liegt, dann ist der Wasserdruck an der Körperunterseite soviel größer als an der Körperoberseite, dass dadurch genau eine solche Kraft den Körper nach oben drückt, die dem Gewicht entspricht.

Das ist gerade so, als würde man in einem sehr, sehr weichen Bett liegen, da ist man ja auch nicht schwerelos. Aber dieser Irrglaube hat sich in vielen Köpfen festgesetzt - und ist daraus nicht mehr zu vertreiben.

Übrigens, schwerelos zu sein kennt jeder. Wie? Ganz einfach: steige auf einen Stuhl und springe herab. Während der kurzen Zeit (ca. 0,3 Sekunden), wo die Füße weder Stuhl noch den Boden berühren, da bist Du schwerelos! Also schwerelos ist das Gefühl des Fallens.

Auch beim Joggen ist man bei jedem Schritt für jeweils Sekundenbruchteile schwerelos - solange beide Füße in der Luft sind. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen Laufen und Gehen - und nicht die Geschwindigkeit.

Also schwerelos ist eine alltägliche Erfahrung - wenn es auch meistens sehr kurz ist. Übrigens beim Sprung vom 5-Meter-Sprungbrett im Schwimmbad ist es eine volle Sekunde! Allerdings ein Fallschirmspringer, der aus großer Höhe zunächst "im freien Fall" sich fallen lässt, ist nur wenige Sekunden schwerelos. Dann - bei höherer Fallgeschwindigkeit (ungefähr 200km/h) - bremst die Luft den freien Fall, und dann ist er überhaupt nicht mehr schwerelos.