Im Urlaub waren wir im "Alten Land" und machten - unter anderem - auf der Elbe einen Schiffsausflug. Der Ausflugsbegleiter erklärte - mit der dafür üblichen Erklärung - den Leuten dabei auch, wie Ebbe und Flut enstehen: "Auf der einen Erdseite zieht der Mond und macht so den einen Flutberg, auf der anderen, der mondabgewandten Seite, bildet sich der zweite Flutberg, weil die Erde um den gemeinsamen Schwerpunkt, der NICHT genau im Erdmittelpunkt ist, herumgeschleudert wird.", so sagte er und zeigte dies mit entsprechenden Bildern.

Ich sagte ihm danach, dass es eine bessere, weil richtigere Erklärung gibt, die sogar für BEIDE Flutberge gleichermaßen gilt: nicht die Anziehungskraft ist es, sondern der Gradient der Anziehungskraft (Zu- bzw. Abnahme der Anziehungskraft hin oder weg vom Himmelskörper), der eine "auseinander ziehende" Wirkung hat. Mit der üblichen Erklärung kann man z.B. die Gezeitenwirkung der Sonne nur unvollständig erklären, nämlich den einen Flutberg sehr unzureichend. Und obwohl die Sonne die Erde sehr viel stärker als der Mond anzieht, nämlich ca. 175-mal stärker, ist deren Gezeitenwirkung nur etwas mehr ein Drittel von der des Mondes - eben wegen der Haupt-Ursache von Ebbe und Flut: der kleinere Gradient der Sonne aufgrund der viel größeren Entfernung. Das Herumschleudern wirkt übrigens nur halb so stark wie der Gradient der Anziehungskraft.