Unser Hauptargument ist ja, dass das bei jener Geld-Abhebung registrierte MM-Merkmal (als Beweis) gewiss uns recht gegeben hätte und schließlich die Postbank schuld ist am Nichtsichern, Verschwindenlassen dieses Beweises: "Beweisvereitelung"!

Der Rechtsanwalt Tobias H. von der Karlsruhe RA-Kanzlei Nonnenmacher aber wollte zusätzlich zu diesem Hauptargument ein weiteres Argument einbringen, nämlich:
Es könnte ja auch das richtige MM-Merkmal gelesen worden sein (wie die Postbank unbewiesen behauptet), falls der "Skimming"-Gauner auch das MM-Merkmal auf die Kartendublette kopiert hat.

Aber ich hatte dem Rechtsanwalt mitgeteilt, dass ich das nicht gut finde, weil das meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich wäre (vom Aufwand her), und schließlich wir ja viel bessere Argumente haben, nämlich die Postbank hat den Beweis (eben das angeblich gelesene MM-Merkmal) verschwinden lassen. Der Rechtsanwalt Hepperle aber wollte dies, sein Argument, drin lassen.

Und prompt haben der parteiische Gutachter und ebensolcher Richter sich dann - offensichtlich dankbar - eben darauf gestürzt und damit unser Hauptargument ganz einfach unter den Tisch fallen lassen. Und weil das Kopieren des MM-Merkmals auf die Kartendublette (so das schädliche Argument des Rechtsanwalts) offenkundig - und auch nachvollziehbar - sehr, sehr unwahrscheinlich ist, hat man eben damit unsere Berufung scheitern lassen.

Ich schlug danach diesem Anwalt des Recht vor, deswegen die vereinbarte Sondervergütung - als Kompromiss - zu halbieren, weil er ja an dem Scheitern (wie es gelaufen ist) mindestens einen Teil der Schuld trägt. Aber die "redliche" Karlsruher RA-Kanzlei Nonnenmacher hat das barsch zurückgewiesen. Und das Amtsgericht Emmendigen meinte später dazu, dass ihm in jedem Fall die volle Sondervergütung zusteht. Ein Bekannter meinte hierzu: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.